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Gesundheitsvorsorge

Sicherheit für das Gehör

Als Lokführer bei der Sächsischen Dampfeisenbahn­gesellschaft testet André Kunde in einem aktuellen Zulassungsverfahren der VBG einen neuen Gehörschutz für den Dampflokbetrieb.

Prävention fördern Seit über 17 Jahren bin ich schon als Lokführer im Personenverkehr tätig. Zuvor habe ich bereits 18 Jahre als Heizer gearbeitet. Ich fahre die großen Dampflokomotiven und arbeite sehr gerne in meinem Beruf. Er ist abwechslungsreich, da ich mich neben der Bedienung der Maschinen auch um deren Unterhaltung und Wartung kümmere. Die alte Technik ist zwar immer noch leistungsstark – aber auch sehr laut. Wenn man diesen Beruf über Jahre hinweg ausgeübt hat, ist das Gehör extrem belastet. Als mir die VBG anbot, als Testperson in einem Zulassungsverfahren für den neuen Gehörschutz zu agieren, musste ich nicht lange überlegen.

Neues Verfahren testen Eigentlich war das Tragen von Gehörschutz als präventive Maßnahme für Lokführer bisher nicht erlaubt. Man ging davon aus, dass eine sichere Durchführung des Eisenbahnbetriebes und eine zuverlässige Wahrnehmung der sicherheitsrelevanten Geräusche durch einen Gehörschutz negativ beeinträchtigt würden. Mitarbeiter mit starken Höreinschränkungen konnten demzufolge ihren Beruf nicht mehr ausführen. Auch bei mir wurde eine Hörschädigung diagnostiziert. Eine Lösung musste her. In enger Zusammenarbeit der VBG am Standort Dresden mit der Eisenbahnaufsicht Sachsen wurde ein Gehörschutz ausgewählt, der den hohen Sicherheitsanforderungen im Eisenbahnbetrieb entspricht – und als Otoplastik individuell angepasst ist. Ziel des laufenden Projektes ist die Zulassung des Gehörschutzes als gültige Präventionsmaßnahme im Dampflokbetrieb.

Sicherheit gewährleisten Sicherheit ist für mich selbstredend am Wichtigsten und steht im Personennahverkehr an erster Stelle, noch vor Pünktlichkeit. Natürlich muss ich aber auch an meine eigene Gesundheit denken. Der Gehörschutz vereint beides: Er schützt mich vor krankmachendem Lärm und sorgt zugleich dafür, dass man noch alle wichtigen akustischen Signale hört und in Gefahrensituationen schnell reagieren kann. Kollegen mit Hörschädigung können dank des Gehörschutzes ihren Beruf weiter ausführen und noch nicht erkrankte Kollegen werden vor einer zukünftigen Berufskrankheit geschützt.

MEHR INFORMATIONEN: Fachwissen zum Gehörschutz vermittelt die VBG-Broschüre „Lärmschutzmaßnahmen für Triebfahrzeugführer und Lokrangierführer“: www.vbg.de/laerm

André Kunde

André Kunde ist Lokführer bei der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft.

André Kunde

André Kunde ist Lokführer bei der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft.

Prävention fördern Seit über 17 Jahren bin ich schon als Lokführer im Personenverkehr tätig. Zuvor habe ich bereits 18 Jahre als Heizer gearbeitet. Ich fahre die großen Dampflokomotiven und arbeite sehr gerne in meinem Beruf. Er ist abwechslungsreich, da ich mich neben der Bedienung der Maschinen auch um deren Unterhaltung und Wartung kümmere. Die alte Technik ist zwar immer noch leistungsstark – aber auch sehr laut. Wenn man diesen Beruf über Jahre hinweg ausgeübt hat, ist das Gehör extrem belastet. Als mir die VBG anbot, als Testperson in einem Zulassungsverfahren für den neuen Gehörschutz zu agieren, musste ich nicht lange überlegen.

Neues Verfahren testen Eigentlich war das Tragen von Gehörschutz als präventive Maßnahme für Lokführer bisher nicht erlaubt. Man ging davon aus, dass eine sichere Durchführung des Eisenbahnbetriebes und eine zuverlässige Wahrnehmung der sicherheitsrelevanten Geräusche durch einen Gehörschutz negativ beeinträchtigt würden. Mitarbeiter mit starken Höreinschränkungen konnten demzufolge ihren Beruf nicht mehr ausführen. Auch bei mir wurde eine Hörschädigung diagnostiziert. Eine Lösung musste her. In enger Zusammenarbeit der VBG am Standort Dresden mit der Eisenbahnaufsicht Sachsen wurde ein Gehörschutz ausgewählt, der den hohen Sicherheitsanforderungen im Eisenbahnbetrieb entspricht – und als Otoplastik individuell angepasst ist. Ziel des laufenden Projektes ist die Zulassung des Gehörschutzes als gültige Präventionsmaßnahme im Dampflokbetrieb.

Sicherheit gewährleisten Sicherheit ist für mich selbstredend am Wichtigsten und steht im Personennahverkehr an erster Stelle, noch vor Pünktlichkeit. Natürlich muss ich aber auch an meine eigene Gesundheit denken. Der Gehörschutz vereint beides: Er schützt mich vor krankmachendem Lärm und sorgt zugleich dafür, dass man noch alle wichtigen akustischen Signale hört und in Gefahrensituationen schnell reagieren kann. Kollegen mit Hörschädigung können dank des Gehörschutzes ihren Beruf weiter ausführen und noch nicht erkrankte Kollegen werden vor einer zukünftigen Berufskrankheit geschützt.

MEHR INFORMATIONEN: Fachwissen zum Gehörschutz vermittelt die VBG-Broschüre „Lärmschutzmaßnahmen für Triebfahrzeugführer und Lokrangierführer“: www.vbg.de/laerm

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