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Aus Fehlern lernen

Uneinigkeit zwischen drei Leuten

Es gibt auch mal Probleme bei der Arbeit.

Man macht auch mal Fehler auf der Arbeit.

Das ist normal.

Drei Leute einigen sich

Wichtig ist:

Mitarbeiter und Chefs können über die Fehler reden.

Sie können auch über ihre Probleme reden.

Dann weiß man,

was man falsch gemacht hat.

Dann kann man es beim nächsten Mal

richtig machen.

Das ist wichtig für

• die Firma

• die Chefs

• die Mitarbeiter.

 

Wir zeigen 3 Beispiele von Chefs,

die Fehler gemacht haben.

Das Internet

Beispiel 1: Microsoft

Magdalena Rogl arbeitet bei Microsoft.

Sie ist Chefin von dieser Abteilung:

Digital Channels.

In der Abteilung geht es zum Beispiel darum:

• Wie die Internet-Seite von Microsoft aussieht

• Welche Infos auf der Internet-Seite stehen

• Wie die Seite von Microsoft bei Facebook sein soll

• Wie Microsoft über das Internet mit Kunden redet

Magdalena Rogl

Magdalena Rogl sagt:

Im Internet ist alles sehr schnell.

Man muss aufpassen,

dass man nicht zu lange wartet.

Darum ist mein Motto:

Vielleicht mache ich einen Fehler.

Das ist aber nicht so schlimm.

Wichtig ist:

Ich habe es versucht.

Ich habe überhaupt etwas gemacht.

Chefin und daumen runter

Das war mein größter Fehler:

Ich hatte eine gute Idee.

Ich habe die Idee meiner Chefin erzählt.

Aber meine Chefin fand die Idee nicht gut.

Ich war sehr überrascht.

Frau denkt nach

Ich wusste nicht:

Was habe ich falsch gemacht?

Ich habe nachgedacht.

Dann ist mir klar geworden:

Ich habe die Idee nicht gut erklärt.

Meine Chefin hat meine Idee nicht verstanden.

Chefin

Ich habe die Idee dann noch einmal erklärt.

Mit anderen Worten.

Dann fand meine Chefin die Idee auch gut.

Daumen hoch

Manchmal macht man etwas zum ersten Mal.

Vielleicht macht man dabei einen Fehler.

Dann kann man aus dem Fehler lernen.

Und beim zweiten Mal macht man es dann besser.

Filmkamera

Zum Beispiel:

Wir haben für Microsoft ein Video gemacht.

Alle konnten das Video sofort im Internet sehen.

Das nennt man: Live-Video.

Daumen hoch

Wir haben das zum ersten Mal gemacht.

Wir hatten keine gute Technik.

Das Video war nur ein Test:

Wir wollten wissen,

ob unsere Kunden ein Live-Video gut finden.

Leute mit einer Kamera

Bei dem Video gab es Fehler.

Die Verbindung zum Internet war nicht gut.

Aber:

Viele Menschen haben gesagt:

Das Live-Video war gut.

Microsoft soll mehr Live-Videos machen.

 

Wir haben dann gute Technik gekauft.

Nun machen wir gute Live-Videos.

kleine Gruppe

Alle Mitarbeiter bei Microsoft wissen:

Wir dürfen auch Fehler machen.

Wir können über die Fehler reden.

Dann können wir aus Fehlern lernen

und es beim nächsten Mal besser machen.

Beispiel 2: Allianz SE

Dominik A. Hahn und Sylvain Newton arbeiten bei Allianz SE.

Allianz SE ist eine große Versicherung.

Dominik A. Hahn arbeitet dafür,

dass die Allianz gute Mitarbeiter findet.

Sylvain Newton arbeitet dafür,

dass die Mitarbeiter gute Arbeit machen können.

Regeln

Sie sagen:

Die Allianz hat Regeln für alle,

die bei der Allianz arbeiten.

Eine Regel ist:

Es ist ein Fehler,

keinen Fehler zu machen.

Denn das heißt:

Man hat nichts Neues versucht.

Arbeitsgruppe

Wenn man etwas Neues macht:

Man weiß vielleicht nicht, wie es geht.

Dann muss man das versuchen.

Dabei gibt es vielleicht Fehler.

Aber das ist nicht schlimm.

Wir reden ganz ruhig über die Fehler.

Wir streiten nicht

und wir machen keine Vorwürfe.

Nette Unterhaltung zwischen zwei Leuten

Jeder darf seine Meinung zu dem Fehler sagen

und Lösungen vorschlagen.

Das hilft uns,

es beim nächsten Mal besser zu machen.

Nora-Vanessa Wohlert und Susann Hoffmann

Beispiel 3: Edition F

Nora-Vanessa Wohlert und Susann Hoffmann sind die Chefs von Edition F.

Edition F macht eine Internet-Seite für Frauen.

Frauen bekommen dort viele Tipps.

Edition F ist eine neue Firma.

Arbeitsgruppe

Neue Firmen nennt man auch: Start-ups.

Viele Start-ups arbeiten so:

Sie entwickeln ein neues Produkt.

Das Produkt ist vielleicht noch nicht fertig.

Aber die Start-ups bieten das Produkt trotzdem an.

Die Kunden testen dann das Produkt.

Die Kunden sagen dem Start-up:

• Das Produkt ist gut.

• Oder: Das Produkt ist schlecht.

Daumen hoch und Daumen runter

Das Start-up bekommt viele Meinungen

zu dem Produkt.

Das Start-up kann das Produkt dann besser machen.

Computer

Susann Hoffmann von Edition F sagt:

Auf unserer Internet-Seite gibt es einen Bereich.

In dem Bereich stellen sich andere Firmen vor.

Diese Firmen suchen Mitarbeiter.

 

Zuerst war dieser Bereich so:

Die Firmen haben selbst in den Bereich geschrieben,

welche Mitarbeiter sie suchen.

Zwei Leute an einem Computer

Aber:

Die Leser von der Internet-Seite haben gesagt:

Edition F soll die Bereiche selbst schreiben.

Das macht Edition F nun auch.

Arbeitsgruppe

Nora-Vanessa Wohlert sagt:

Alle Mitarbeiter von Edition F kennen sich gut.

Wir treffen uns einmal in der Woche.

Wir reden darüber:

• Was ist gut bei Edition F?

• Was ist schlecht bei Edition F?

• Was müssen wir besser machen?

 

Die Arbeit bei Edition F ändert sich oft.

Wir wollen immer besser werden.

Das ist sehr wichtig für uns.

gestresster Mann

Die Meinung von einem Professor

Torsten-Oliver Salge ist Professor für Wirtschaft.

Er arbeitet an der RWTH Aachen.

Er sagt:

In vielen Firmen ist es so:

Die Mitarbeiter haben Angst

• über Probleme bei der Arbeit zu reden.

• über Fehler zu reden.

Ein Mann schimpft mit einem anderen Mann

Die Mitarbeiter glauben:

Ich darf nicht über die Probleme reden.

Mein Chef will die Probleme nicht hören.

Ich darf nicht über die Fehler reden.

Meine Kollegen lachen dann über mich.

ratlose Frau

Aber:

Wenn keiner über die Probleme redet,

ändert sich nichts.

Dann gibt es immer mehr Probleme

und immer mehr Fehler.

Krankenhaus

Das ist zum Beispiel für diese Firmen schlecht:

• Firmen, die für die Sicherheit von Menschen arbeiten

• Krankenhäuser

• Firmen für Flugzeuge oder Autos

Grabstein

Ein Beispiel aus England

Professor Salge hat über ein Krankenhaus geforscht.

Das Krankenhaus ist in England.

In den Jahren von 2005 bis 2010:

In dem Krankenhaus sind viele Menschen gestorben.

Viel mehr Menschen als in anderen Krankenhäusern.

ratlose Frau

Die Chefs und Mitarbeiter vom Krankenhaus wussten:

Bei uns läuft etwas schief.

Es gibt viele Probleme und Fehler.

 

Aber die Chefs haben nichts

gegen die Probleme gemacht.

Mann macht sich Sorgen um Geld

Die Chefs haben nicht an die Mitarbeiter gedacht.

Die Chefs wollten nur,

dass das Krankenhaus viel Geld verdient.

Das war das wichtigste für die Chefs.

 

Die Mitarbeiter haben gedacht:

Wir müssen viel Geld verdienen.

Wir dürfen keine Fehler machen.

Wir dürfen nicht über Probleme reden.

Fernseher zeigt Krankenhaus

Aber das war schlecht für das Krankenhaus.

Es gab immer mehr Probleme.

Am Ende wussten alle,

dass es die Probleme gibt:

Zeitungen haben über die Probleme geschrieben.

Im Fernsehen gab es Sendungen über die Probleme.

Viele Menschen waren wütend auf das Krankenhaus.

Das Krankenhaus musste schließen.

Arbeitsgruppe

Aber:

Andere Krankenhäuser in England haben aus den Fehlern gelernt.

In diesen Krankenhäusern ist es nun so:

Chefs und Mitarbeiter reden über Probleme.

Sie reden auch darüber,

wenn jemand einen Fehler gemacht hat.

Daumen nach oben

Professor Salge sagt:

Firmen müssen dafür arbeiten,

dass es nicht so viele Fehler gibt.

Das ist gut für alle:

• Die Chefs

• Die Mitarbeiter

• Die Kunden von den Firmen

Geld

Wenn es in einer Firma nicht viele Fehler gibt:

Viele Kunden merken das.

Viele Kunden finden die Firma gut.

Die Firma verdient Geld damit,

dass sie nicht so viele Fehler macht.

Zwei Leute reden

Tipps: Wie kann man aus Fehlern lernen?

 

Tipp 1: Keine Angst haben

Es gibt auch mal Probleme bei der Arbeit.

Man macht auch mal Fehler bei der Arbeit.

Das ist normal.

Wichtig ist:

Der Mitarbeiter weiß:

Auch die Chefs machen Fehler.

Ich kann meinem Chef sagen,

wenn ich einen Fehler gemacht habe.

Ich brauche keine Angst zu haben.

streitende Männer durchgestrichen

Tipp 2: Über Fehler reden

Mitarbeiter und Chef reden ganz normal

über den Fehler.

Sie sollen sich nicht streiten.

Der Mitarbeiter muss wissen:

Es gibt eine gute Lösung für den Fehler.

Mein Chef ist nicht wütend auf mich.

Ein Mann versteht etwas

Tipp 3: Aus Fehlern lernen

Mitarbeiter und Chef wissen jetzt,

was man falsch gemacht hat.

 

Der Mitarbeiter hat eine gute Idee,

damit man es beim nächstes Mal richtig macht.

Dann soll der Chef auf die Idee hören.

Ein Mann lobt den anderen

Tipp 4: Lob

Wenn ein Mitarbeiter über einen Fehler redet:

Der Chef sagt:

Ich finde es gut,

dass du über den Fehler redest.

 

Der Mitarbeiter weiß dann:

Es ist gut,

dass ich über die Fehler rede.